Donnerstag, 5. April 2012

 Ich wollte schlafen, einfach nur träumen. Lächelnd schloss ich meine Augen und sah ihn wieder vor mir. Meinen schönen und stolzen Mann, der mich stets auf Händen getragen hatte.
„Bella, Liebling, steh auf. Es ist soweit. Ich habe auf dich gewartet, lass uns gemeinsam gehen.“
Strahlend schön stand er vor mir und war höchstens zwanzig Jahre alt. Ich ergriff seine Hand und freute mich. „Bleiben wir jetzt wieder zusammen?“
Er ergriff mich und drehte mich im Kreis herum. „Für immer, Liebste, eine ganze Ewigkeit lang.“




(Quelle: http://www.fanfiktion.de/s/4a4c709400009a7806705dc0/60)

Freitag, 30. März 2012


Gegen Hunger in der Nacht kann man Wasser trinken.
Es betäubt, aber lässt das nagende Gefühl nicht vergessen.
Doch gegen Wut und Enttäuschung,
das Gefühl, man hat jemanden verletzt,
hilft nichtmal Hunger.

Donnerstag, 29. März 2012

Kurz vor dem Ziel, 
die letzten Meter,
kein Hindernis weit und breit,
lange Flügelschläge,
ruhiger Atem,
kurze Distanz.
Der Flügel bricht, 
Federn schweben in der Luft,
Tränen fallen,
ein geplatzter Traum,
verletzter Stolz.
Und sie jubeln,
doch sie jubeln nicht für dich.

Montag, 26. März 2012

Sie war erst 35 Jahre alt und hatte ein kleines Kind,
 als nachts ein Mann, 
in schwarz gekleidet, durch ihre Türe drang.


Wenn du jünger bist, lebst du für das Morgen. Du lebst für deine Freunde und schon der kleinste Stein zerbricht dein Nervenkostüm. Doch wenn du älter wirst, lebst du für jeden Tag, denn du weißt, es könnte dein letzter sein.
Im Gegenteil

Sie sehen meine Kleidung.
Sie sehen meine Haare.
Sie sehen meine Wohnung.

Und sie bilden sich
ein Urteil
bevor sie einen Blick
in mich geworfen haben.

Ein solches Urteil
zwingt mich zu lächeln –
nicht in die Knie.